Was mit „Mutter-Plugin“ gemeint ist
Ein Add-on ergänzt ein vorhandenes Werkzeug. Bricks QuickNav braucht für seine Navigation beispielsweise einen unterstützten Bricks-Builder; Genesis Widgetized Footer benötigt ein aktives Genesis-Theme für seine Footer-Funktionen. GP Project Export Name arbeitet mit GlotPress.
Fehlt diese Grundlage oder ist sie vorübergehend inaktiv, können bestimmte Funktionen nicht sinnvoll laufen. Das ist etwas anderes als ein Fehler beim Speichern oder ein Anlass, dich zwangsweise auf eine andere Admin-Seite umzuleiten.
Installieren können, abhängige Funktionen pausieren
Meine Leitlinie ist: Ein solches Add-on soll sich bei erfüllten technischen Mindestanforderungen grundsätzlich installieren und aktivieren lassen, auch wenn seine fachliche Grundlage noch nicht bereitsteht. Die davon abhängigen Funktionen pausieren. Ein verständlicher Hinweis erklärt, was fehlt.
Vorhandene Einstellungen sollen dabei erhalten bleiben. Wo es sinnvoll umgesetzt ist, bleibt auch die Einstellungsseite erreichbar, sodass du die Situation nachlesen oder die Einrichtung vorbereiten kannst. Es müssen also nicht alle Einstellungen gesperrt sein – entscheidend ist, dass nicht ausführbare Funktionen ruhig bleiben.
Die geprüften Beispiele unten zeigen dieses Verhalten bereits. Es ist keine Aussage, dass jedes ältere Plugin oder jede einzelne Funktion schon denselben Stand hat; die Anleitung der jeweiligen Version beschreibt den konkreten Umfang.
Bei der Einrichtung zählt nicht die Reihenfolge
Vielleicht installierst du zuerst mein Add-on und erst zehn Minuten später das benötigte Hauptplugin. Vielleicht bereitest du eine Website vor, bevor das passende Theme aktiviert wird. Das Add-on soll dir erklären, was noch fehlt, statt aus dieser Reihenfolge ein Hindernis zu machen.
Sobald die unterstützte Voraussetzung wieder erkannt wird, können die zugehörigen Funktionen wieder zur Verfügung stehen. Ein Hinweis auf eine fehlende Grundlage ersetzt dabei nicht die eigentliche Einrichtung des Hauptplugins oder Themes.
Wenn Support oder Fehlersuche eine Pause erfordern
Bei einer Supportanfrage empfiehlt ein Hersteller manchmal, sein Plugin kurzzeitig zu deaktivieren. Auch bei der Fehlersuche kann das sinnvoll sein. Mein Add-on soll diese Arbeit nicht durch eine eigene Aktivierungssperre, eine erzwungene Weiterleitung oder den Verlust seiner Einstellungen erschweren.
Die abhängigen Funktionen stehen währenddessen nicht zur Verfügung. Nach der erneuten Aktivierung prüfst du, ob die Hinweise verschwunden sind und die benötigten Funktionen wieder arbeiten. Ein Themewechsel oder die Pause des Hauptplugins kann weiterhin dessen eigene Auswirkungen auf die Website haben – der Ruhezustand des Add-ons hebt sie nicht auf.
Drei vorhandene Beispiele
Die Beispiele beziehen sich auf die hier dokumentierten veröffentlichten Versionen. Entscheidend ist jeweils, welche Funktion ihre Voraussetzung vermisst – nicht bloß, ob das Add-on als aktiv angezeigt wird.
Bricks QuickNav
v2.0.2Ohne aktiven unterstützten Builder bleiben die Einstellungen erreichbar; die Toolbar-Navigation wartet auf ihre Voraussetzung. Ein Hinweis erklärt den Zustand.
Zur Dokumentation →Genesis Widgetized Footer
v2.0.2Ohne aktives Genesis pausieren die Footer-Funktionen. Der Hinweis auf der Einstellungsseite erklärt, dass gespeicherte Widgets und Einstellungen erhalten bleiben.
Zur Dokumentation →GP Project Export Name
v2.0.0Ohne einsatzbereites GlotPress pausieren die Exportfunktionen. Einstellungen und Kurzanleitung bleiben erreichbar; zusätzlich ist eine andere Permalink-Struktur als „Einfach“ erforderlich.
Zur Dokumentation →Technische Mindestanforderungen gelten weiterhin
Eine fehlende fachliche Grundlage ist nicht dasselbe wie eine zu alte WordPress- oder PHP-Version. Die Mindestanforderungen des Plugins gelten weiterhin. Ebenso bleiben Berechtigungen und ausdrücklich dokumentierte Besonderheiten maßgeblich.
Ich möchte diesen ruhigen Umgang mit Voraussetzungen bei weiteren Updates dort ergänzen oder verbessern, wo er sinnvoll ist. Es geht nicht darum, jede Abhängigkeit zu ignorieren, sondern ihren Zustand verständlich zu behandeln und den weiteren Weg offenzuhalten.